Elektrolyte: Was hinter Salz, Kalium und Natrium steckt

Jedes Salz besteht aus zwei Teilen, beide können Elektrolyte sein. Was das Wort bedeutet und wie Kalium, Natrium und Chlorid auf dem Etikett stehen.


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Salzgarten von oben: weiße Salzkruste, sandfarbener Boden und ein Streifen rostroter Pflanzen

An vielen Küsten Europas wird Salz bis heute gewonnen wie vor Jahrhunderten: Meerwasser läuft in flache Becken, Sonne und Wind lassen es verdunsten, zurück bleibt eine weiße Kruste. Aus genau solchem Meersalz, aus Kaliumchlorid und aus Magnesiumcitrat bestehen viele Elektrolytpulver. Hier steht, was Elektrolyte sind, was ein Salz ausmacht und wie die Angaben auf dem Etikett zusammenhängen.

Was im Salz steckt

Salz war lange ein kostbares Handelsgut. Über Salzstraßen zog es quer durch Europa, und München verdankt seine Gründung im Jahr 1158 einer Isarbrücke an einer solchen Straße.

Chemisch ist ein Salz eine Verbindung aus zwei Teilen mit entgegengesetzter Ladung: einem positiv geladenen Kation und einem negativ geladenen Anion. Kochsalz, Natriumchlorid, ist das bekannteste Beispiel.

Gibt man ein Salz in Wasser, löst es sich in diese beiden Teile auf, in Ionen. Eine solche Lösung leitet elektrischen Strom. Stoffe, die sich so verhalten, heißen Elektrolyte. Den Namen prägte der Naturforscher Michael Faraday 1834, aus dem griechischen élektron, Bernstein, und lytós, lösbar.

Salz, das zwei Zeilen füllt

Weil ein Salz aus zwei Teilen besteht, kann es zwei Nährstoffe liefern. Kaliumchlorid steht einmal in der Zutatenliste und zweimal in der Nährwerttabelle: als Kalium und als Chlorid. Ähnlich ist es beim Meersalz, das vor allem Natrium und Chlorid enthält. Vergleichbar sind deshalb immer die Mengen der einzelnen Elemente, nicht das Gewicht des Salzes.

Kegelförmige Salzhaufen in flachen, mit Wasser gefüllten Verdunstungsbecken

Die Elektrolyte im Überblick

  • Kalium – das häufigste Kation im Inneren der Zellen. Referenzwert 2.000 mg pro Tag.
  • Natrium – das häufigste Kation außerhalb der Zellen, vor allem aus Speisesalz. Einen Referenzwert gibt es nicht.
  • Chlorid – der häufigste negativ geladene Partner außerhalb der Zellen. Referenzwert 800 mg.
  • Magnesium – Referenzwert 375 mg. Welche Verbindungen es gibt, erklärt der Artikel Magnesium: Was die Zahl auf dem Etikett bedeutet.
  • Calcium – mengenmäßig der größte Mineralstoff im Körper, fast vollständig in Knochen und Zähnen. Referenzwert 800 mg.

Von Natron und Pflanzenasche

Die Namen der Elektrolyte erzählen von ihren ersten Fundorten. Natron, ein Salz aus ägyptischen Seen, gab dem Natrium seinen Namen; die Ägypter nutzten es zum Reinigen und Konservieren. Kalium geht auf das arabische al-qalī zurück, die Asche verbrannter Pflanzen, aus der man es einst gewann. Daher stammen auch die Elementsymbole Na und K. Chlor schließlich heißt nach dem griechischen chlōrós, gelbgrün, der Farbe des Gases.

Natron selbst steht heute in fast jeder Küche. Chemisch ist es Natriumhydrogencarbonat, das Salz der Kohlensäure. Erhitzt oder mit Säure gemischt, gibt es Kohlendioxid ab, und der Teig geht auf. Auf Etiketten steht neben der Menge der Verbindung auch der Natriumanteil gesondert.

Salz ohne Prozentzahl

Für Natrium ist kein Referenzwert festgelegt. In der Nährwerttabelle steht deshalb neben der Menge nur ein Strich, und das ist Vorschrift, kein Versehen. Meersalz, das unraffiniert bleibt, ist leicht feucht und gräulich statt weiß; der Unterschied zum Speisesalz ist schon mit bloßem Auge zu sehen.

Was Elektrolyte im Körper leisten

Für Kalium, Magnesium und Calcium sind unter anderem diese Angaben zugelassen:*

  • Kalium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
  • Kalium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei.
  • Kalium trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei.
  • Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei.
  • Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei.
  • Calcium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei.

Diese Angaben gelten für Lebensmittel, die mindestens 15 % des Referenzwerts liefern: 300 mg Kalium, gut 56 mg Magnesium oder 120 mg Calcium je Tagesportion.

Worauf es beim Etikett ankommt

  • Elemente – die Mengen von Kalium, Natrium, Chlorid, Magnesium und Calcium in der Tabelle.
  • Salze – die Verbindungen in der Zutatenliste. Ein Salz kann zwei Zeilen der Tabelle füllen.
  • Zubereitung – für welche Menge Pulver und wie viel Wasser die Angaben gelten.

Stecken dieselben Mineralstoffe in mehreren Produkten, die Du nimmst, zählen die Mengen zusammen.

Elektrolyte bei BIOMPLEX

Die Elektrolyte Pulver in den Sorten Erdbeer-Zitrone und Mango liefern je 10 g, in 400 ml Wasser eingerührt:

  • Kalium – 2.048 mg, 102 % des Referenzwerts
  • Chlorid – 1.860 mg, 232 %
  • Magnesium – 242 mg, 64 %
  • Natrium – 186 mg
  • Calcium – 152 mg, 19 %
  • dazu Zink 1,4 mg und Eisen 140 µg

Die Salze dahinter: Kaliumchlorid, Magnesiumcitrat, Meersalz, Calciumcarbonat und Zinkgluconat.

Die Natron Kapseln enthalten je Tagesportion von vier Kapseln 3.600 mg Natriumhydrogencarbonat, davon 985 mg Natrium, in einer magensaftresistenten Kapselhülle.

Alle Produkte mit Elektrolyten ›

Kurz zusammengefasst

Ob aus dem Salzgarten, aus der Küche oder aus dem Labor: Fast jede Quelle für Elektrolyte ist ein Salz aus zwei Teilen. Die Zutatenliste nennt das Salz, die Tabelle die einzelnen Elemente, und nur deren Mengen sind vergleichbar. Wer das weiß, ordnet jedes Elektrolytpulver mit einem Blick ein. Wie Mineralverbindungen allgemein benannt sind, steht im Artikel Mineralstoffe und ihre Verbindungen.

* Zugelassene Angaben gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.