Vitamin D im Winter: Sonne, Breitengrad und Etikett

Mittags im Dezember steht die Sonne über Hamburg nur 13 Grad hoch. Was das für Vitamin D in der Haut heißt und was auf dem Etikett steht.


Aktualisiert am 2 Min. Lesezeit

Verschneite Landschaft mit tief stehender Wintersonne

Am 21. Dezember steht die Sonne über Hamburg zur Mittagszeit nur etwa 13 Grad über dem Horizont. Im Juni sind es rund 60 Grad. Wer an einem klaren Wintermittag an der Elbe steht, wirft einen Schatten, der mehr als viermal so lang ist wie er selbst. Dieses flache Licht ist hell genug zum Sehen, aber es hat auf seinem langen Weg durch die Atmosphäre einen Teil verloren: die UVB-Strahlung.

Was die Haut aus dem Licht macht

Die Haut bildet Vitamin D3, Cholecalciferol, mit Hilfe von UVB-Strahlung, dem Anteil des Sonnenlichts mit Wellenlängen zwischen etwa 290 und 315 Nanometern. Je tiefer die Sonne steht, desto länger ist der Weg der Strahlen durch die Ozonschicht und desto mehr UVB wird unterwegs geschluckt. Deutschland liegt zwischen dem 47. und dem 55. Breitengrad. Die Verbraucherzentrale Hamburg schreibt dazu, dass die Sonnenbestrahlung in Deutschland in den Monaten Oktober bis März nicht ausreicht, um genügend Vitamin D zu bilden, und dass die im Sommer aufgefüllten Speicher zur Versorgung im Winter beitragen.

Ein Weidenkorb mit frisch gesammelten Pilzen auf einem bemoosten Stein

Wo Vitamin D sonst vorkommt

In Lebensmitteln ist Vitamin D selten. Nennenswerte Mengen stecken vor allem in fettem Seefisch wie Hering, Lachs und Makrele, dazu in Eigelb und in Pilzen. Wie Vitamin D in Nahrungsergänzungsmitteln gewonnen wird, aus Wollfett oder aus Flechten, erzählt der Artikel Vitamin D3.

Was zu Vitamin D zugelassen ist

Für Vitamin D sind sieben Angaben zugelassen. Einige davon lauten:*

  • Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
  • Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.
  • Vitamin D trägt zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei.
  • Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme/Verwertung von Calcium und Phosphor bei.

Was auf den Etiketten steht

Vitamin D steht in der Tabelle in Mikrogramm und oft zusätzlich in Internationalen Einheiten; 1 µg entspricht 40 I.E. Der Referenzwert liegt bei 5 µg. Bei zwei Produkten lohnt der Blick auf die Verzehrempfehlung, weil sie nicht täglich lautet:

Wie Mikrogramm und I.E. umgerechnet werden, erklärt der Artikel I.E. und Mikrogramm.

Alle Produkte mit Vitamin D3 ›

Kurz zusammengefasst

Im Winter steht die Sonne in Deutschland so tief, dass wenig UVB-Strahlung ankommt, und die Haut bildet dann wenig Vitamin D. In Lebensmitteln steckt es vor allem in fettem Fisch, Eigelb und Pilzen. Auf dem Etikett steht es in Mikrogramm und I.E., bei manchen Produkten mit einer Verzehrempfehlung im Abstand von mehreren Tagen.

* Zugelassene Angaben gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.