Magnesium: Was die Zahl auf dem Etikett bedeutet

Magnesium steckt immer in einer Verbindung. Welche Formen es gibt, warum das Etikett oft zwei Mengen nennt und welche davon Du vergleichst.


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Grüne Kürbiskerne in Nahaufnahme, in der Mitte liegt eine einzelne Mandel

Wer Magnesium kauft, liest auf dem Etikett oft zwei Mengen: eine große für die Verbindung und eine kleinere für das Magnesium selbst. Dazu kommen Namen wie Citrat, Gluconat oder Bisglycinat. Hier steht, was dahintersteckt, welche Verbindungen es gibt und welche Zahl beim Vergleichen zählt.

Magnesium, chemisch betrachtet

Magnesium ist ein Metall, Element Nummer 12 im Periodensystem. In der Natur kommt es nie rein vor, sondern immer gebunden, im Gestein ebenso wie im Körper. Ein Erwachsener trägt rund 25 g Magnesium in sich, gut die Hälfte davon in den Knochen.

Der Körper bildet Magnesium nicht selbst, es kommt mit der Nahrung: aus Nüssen, Samen, Vollkorn, Hülsenfrüchten und grünem Blattgemüse. Im Blattgrün, dem Chlorophyll, sitzt ein Magnesiumatom im Zentrum des Moleküls. Der Referenzwert, an dem sich alle Prozentangaben auf Etiketten orientieren, liegt in der EU bei 375 mg pro Tag.

Helles grünes Blatt in Nahaufnahme, die Blattadern laufen strahlenförmig zur Mitte

Warum das Etikett zwei Mengen nennt

Weil Magnesium nur gebunden vorkommt, steckt es auch in Nahrungsergänzung immer in einer Verbindung. Ein Teil ihres Gewichts entfällt auf den Bindungspartner. Je schwerer dieser Partner, desto mehr Verbindung braucht es für dieselbe Menge Magnesium.

Manche Etiketten nennen deshalb beides. Bei den Magnesium Komplex Shots stehen 3.100 mg Magnesiumgluconat und 900 mg Magnesiumbisglycinat in der Tabelle, darunter „davon Magnesium 400 mg“. Vergleichbar ist nur diese letzte Zahl: Milligramm Magnesium je Tagesportion und der Prozentwert dazu.

Die Verbindungen im Überblick

In Nahrungsergänzungsmitteln dürfen nur Magnesiumverbindungen eingesetzt werden, die das EU-Recht ausdrücklich zulässt. Im Sortiment von BIOMPLEX kommen vier davon vor:

  • Magnesiumcitrat – das Salz der Zitronensäure. Es löst sich in Wasser deutlich besser als Oxid und steckt oft in Pulvern und Gummies.
  • Magnesiumgluconat – das Salz der Gluconsäure, die aus Traubenzucker gewonnen wird. Der Partner ist vergleichsweise schwer, der Magnesiumanteil entsprechend klein.
  • Magnesiumbisglycinat – Magnesium, gebunden an zwei Moleküle der Aminosäure Glycin. Eine solche ringförmige Bindung heißt Chelat, nach dem griechischen Wort für die Krebsschere.
  • Magnesiumoxid – Magnesium und Sauerstoff. Mehr als die Hälfte des Gewichts ist Magnesium, deshalb passt viel davon in eine kleine Kapsel.

Daneben sind weitere Formen zugelassen, etwa Carbonat oder Chlorid. Welche Verbindung ein Produkt enthält, steht in der Zutatenliste. Wie die Namen gebaut sind, erklärt der Artikel Mineralstoffe und ihre Verbindungen.

Magnesium, das nicht mitzählt

In vielen Tabletten steht „Magnesiumsalze der Speisefettsäuren“ in der Zutatenliste, oft als Magnesiumstearat bekannt. Das ist ein Trennmittel (E 470b): Es verhindert, dass das Pulver bei der Herstellung an den Maschinen haftet. Als Zusatzstoff zählt es nicht zu den Nährstoffen und erscheint deshalb nicht in der Nährwerttabelle. Ein Produkt mit diesem Trennmittel ist noch kein Magnesiumprodukt.

Woher der Name kommt

Der Name geht auf Magnesia zurück, eine Landschaft in Thessalien im Osten Griechenlands. Später hieß ein weißes, magnesiumhaltiges Pulver „Magnesia alba“. 1755 erkannte der schottische Chemiker Joseph Black darin einen eigenen Stoff, 1808 gewann Humphry Davy das Metall erstmals durch Elektrolyse. Auch das Wort Magnet geht auf den Namen Magnesia zurück.

Was Magnesium im Körper leistet

Für Magnesium sind zahlreiche gesundheitsbezogene Angaben zugelassen, darunter:*

  • Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
  • Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei.
  • Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
  • Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
  • Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei.
  • Magnesium trägt zur normalen psychischen Funktion bei.
  • Magnesium trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.

Diese Angaben gelten für Lebensmittel, die mindestens 15 % des Referenzwerts liefern, also gut 56 mg Magnesium je Tagesportion.

Worauf es beim Etikett ankommt

Drei Angaben genügen, um Magnesiumprodukte zu vergleichen:

  • Menge – Milligramm Magnesium je Tagesportion und Prozent des Referenzwerts, nicht das Gewicht der Verbindung.
  • Form – die Verbindung in der Zutatenliste: Citrat, Gluconat, Bisglycinat, Oxid oder eine andere.
  • Tagesportion – ob die Menge für eine Kapsel, zwei Gummies oder 15 ml gilt. Erst damit lassen sich Produkte unterschiedlicher Form vergleichen.

Steckt Magnesium in mehreren Produkten, die Du nimmst, zählen die Mengen zusammen.

Magnesium bei BIOMPLEX

Je Tagesportion:

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Kurz zusammengefasst

Magnesium steckt in Nahrungsergänzung immer in einer Verbindung. Die Zutatenliste nennt die Verbindung, die Nährwerttabelle die Menge des Magnesiums; nur diese Menge lässt sich zwischen Produkten vergleichen. Trennmittel wie Magnesiumstearat zählen nicht dazu. Mit Menge, Form und Tagesportion ist jedes Magnesiumetikett in wenigen Sekunden gelesen.

In welchen Lebensmitteln Magnesium steckt, zeigt die Tabelle im Artikel magnesiumreiche Lebensmittel.

* Zugelassene Angaben gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.