Vitamin K2: Was Menachinon-7 und „all-trans“ bedeuten
Vitamin K2 ist keine einzelne Verbindung, sondern eine Familie. Was Menachinon-7 bedeutet, was „all-trans“ heißt und wie K2 auf dem Etikett steht.
Menachinon-7 besteht aus einem Ring aus zwei verbundenen Sechsecken und einer langen Seitenkette aus sieben gleichen Bausteinen. Auf Etiketten heißt es kurz MK-7 oder einfach Vitamin K2. Hier steht, was Vitamin K2 chemisch ist und wie die Angaben auf dem Etikett zusammenhängen.
Eine Familie mit gemeinsamem Kopf
Vitamin K ist der Sammelname für mehrere Verbindungen mit demselben Grundgerüst, dem 2-Methyl-1,4-naphthochinon. Sie unterscheiden sich in der Seitenkette, die an diesem Ring hängt.
- Vitamin K1, Phyllochinon – mit einer Seitenkette, die überwiegend gesättigt ist. Es wird von Pflanzen gebildet, vor allem in grünen Blättern.
- Vitamin K2, Menachinone – mit einer Kette aus mehreren ungesättigten Isopren-Einheiten. Sie werden von Bakterien gebildet.
Die Zahl hinter dem MK gibt an, wie viele Isopren-Einheiten die Kette hat. MK-4 hat vier, MK-7 hat sieben. Mit der Länge der Kette wächst das Molekül und wird noch fettlöslicher.
Was „all-trans“ bedeutet
Jede Isopren-Einheit enthält eine Doppelbindung. An einer Doppelbindung können die Nachbaratome auf derselben Seite liegen, dann heißt die Form cis, oder auf gegenüberliegenden Seiten, dann heißt sie trans. Bei sieben Doppelbindungen sind viele Kombinationen möglich. „All-trans“ bedeutet, dass alle Doppelbindungen in der trans-Form vorliegen. Die Kette ist dann gestreckt; so kommt Menachinon-7 in der Natur vor. Auf den Vitamin D3 + K2 Tropfen steht deshalb „MK7 All-Trans“.
K wie Koagulation
Ende der 1920er Jahre fütterte der dänische Biochemiker Henrik Dam Küken mit fettfreiem Futter und beobachtete, dass ihr Blut nicht mehr richtig gerann. Den fehlenden Stoff nannte er Koagulationsvitamin, nach der skandinavischen und deutschen Schreibweise von Gerinnung. Daher der Buchstabe K. Für die Entdeckung erhielt Dam 1943 zusammen mit dem US-Amerikaner Edward Doisy, der die Struktur aufklärte, den Nobelpreis für Medizin.
Bakterien als Hersteller
Menachinone entstehen in Bakterien, die sie für ihren eigenen Stoffwechsel brauchen. Viel MK-7 enthält Natto, ein japanisches Gericht aus Sojabohnen, die mit dem Bakterium Bacillus subtilis fermentiert werden. Auch für Nahrungsergänzungsmittel wird MK-7 durch Fermentation gewonnen oder synthetisch hergestellt. Auf dem Etikett steht es als Menachinon-7, Menachinon oder Vitamin K2.
Was Vitamin K leistet
Für Vitamin K sind diese Angaben zugelassen:*
- Vitamin K trägt zu einer normalen Blutgerinnung bei.
- Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.
Sie gelten für Lebensmittel, die mindestens 15 % des Referenzwerts liefern. Der Referenzwert für Vitamin K liegt bei 75 µg pro Tag, 15 % entsprechen gut 11 µg. Wer Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung einnimmt, bespricht die Einnahme von Vitamin K vorher mit dem Arzt.
Warum K2 oft neben D3 steht
Vitamin K2 und Vitamin D3 sind beide fettlöslich. Sie lassen sich deshalb im selben Öl lösen und gemeinsam dosieren. Bei den Tropfen ist das ein Öl aus mittelkettigen Triglyceriden, beschrieben im Artikel MCT-Öl. Was Vitamin D3 ist, erklärt der Artikel Vitamin D3.
Vitamin K2 bei BIOMPLEX
- Vitamin D3 + K2 Tropfen – 20 µg Vitamin K2 je Tropfen, 27 % des Referenzwerts, als Menachinon-7 in all-trans-Form, dazu 25 µg Vitamin D3
- Multivitamin Gummies – 75 µg Vitamin K2 je zwei Gummies, 100 %, aus Vitamin K2 MK-7
- Kollagen Shots mit Q10 & Elastin – 75 µg Vitamin K2 in 25 ml, 100 %, als Menachinon-7
- Multivitamin Shots – 50 µg Vitamin K2 in 10 ml, 67 %, als Menachinon
Steckt Vitamin K in mehreren Produkten, die Du nimmst, zählen die Mengen zusammen.
Alle Produkte mit Vitamin D3 ›
Kurz zusammengefasst
Vitamin K2 ist eine Familie von Menachinonen, die sich in der Länge ihrer Seitenkette unterscheiden. MK-7 trägt sieben Isopren-Einheiten, „all-trans“ beschreibt die gestreckte Form der Kette. Auf dem Etikett erscheint es als Menachinon-7, MK-7 oder Vitamin K2, die Menge in Mikrogramm.
* Zugelassene Angaben gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.