Gepuffertes Vitamin C: Was Calciumascorbat von Ascorbinsäure unterscheidet
Vitamin C gibt es als Säure und als Salz. Was „gepuffert" bedeutet, welche Formen zugelassen sind und woran Du sie auf dem Etikett erkennst.
Wer Vitamin C kauft, stößt auf zwei Begriffe, die selten erklärt werden: Ascorbinsäure und gepuffert. Beide meinen dasselbe Vitamin, nur in unterschiedlicher chemischer Form. Hier steht, was dahintersteckt, welche Formen in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen sind und worauf es beim Lesen eines Etiketts ankommt.
Vitamin C, chemisch betrachtet
Vitamin C ist der gebräuchliche Name für L-Ascorbinsäure, eine kleine, wasserlösliche Verbindung aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Viele Tiere bilden sie selbst. Der Mensch kann das nicht, ihm fehlt das Enzym für den letzten Schritt der Synthese. Vitamin C muss deshalb mit der Nahrung aufgenommen werden, etwa aus Paprika, Zitrusfrüchten, Johannisbeeren oder Kohl.
Weil es wasserlöslich ist, speichert der Körper Vitamin C nur begrenzt. Der Nährstoffbezugswert, an dem sich alle Prozentangaben auf Etiketten orientieren, liegt in der EU bei 80 mg pro Tag.
Was „gepuffert" bedeutet
Ascorbinsäure ist, wie der Name sagt, eine Säure. In Wasser gelöst gibt sie Wasserstoff-Ionen ab, eine Lösung reiner Ascorbinsäure hat je nach Konzentration einen pH-Wert um 2 bis 3.
Verbindet man die Säure mit einem Mineral, entsteht ein Salz, ein Ascorbat. Die Säure ist damit abgepuffert. Eine Lösung von Calcium-L-Ascorbat liegt nahe dem neutralen pH-Wert von 7. Das Vitamin selbst bleibt dabei dasselbe. Auch im Körper liegt Vitamin C überwiegend als Ascorbat vor.
Ein Detail zur Menge: Bei einem Salz entfällt ein Teil des Gewichts auf das Mineral. Für dieselbe Menge Vitamin C braucht es deshalb etwas mehr Calciumascorbat als reine Säure. Maßgeblich ist die Angabe in Milligramm Vitamin C auf dem Etikett, nicht das Gewicht der Verbindung.
Die Formen im Überblick
In Nahrungsergänzungsmitteln dürfen nur Vitamin-C-Verbindungen eingesetzt werden, die das EU-Recht ausdrücklich zulässt. Zu den gebräuchlichsten gehören:
- L-Ascorbinsäure – die reine Säure und die verbreitetste Form.
- Calcium-L-Ascorbat – das Salz mit Calcium, häufig als „gepuffertes Vitamin C" bezeichnet.
- Natrium-L-Ascorbat, Kalium-L-Ascorbat und Magnesium-L-Ascorbat – Salze mit anderen Mineralen.
- L-Ascorbyl-6-palmitat – eine Verbindung mit einer Fettsäure, die das Vitamin fettlöslich macht.
Welche Form eine Rezeptur nutzt, hängt vom begleitenden Mineral, von der Verarbeitung und bei Pulvern auch vom Geschmack ab.
Woher der Name kommt
Der Name ist eine Verneinung. Skorbut hieß im Lateinischen scorbutus, die Vorsilbe a- steht für „ohne". Ascorbinsäure heißt also wörtlich „Säure gegen den Skorbut", und dieser Name hat sich gehalten.
Isoliert wurde die Substanz 1928 von dem ungarischen Biochemiker Albert Szent-Györgyi, damals noch unter dem Namen Hexuronsäure. Wenige Jahre später gewann er sie in größeren Mengen aus Paprika seiner Heimatstadt Szeged. 1933 klärte der britische Chemiker Walter Norman Haworth die Struktur auf, im selben Jahr gelang Tadeus Reichstein die technische Synthese. 1937 erhielten Szent-Györgyi und Haworth jeweils den Nobelpreis.
Was Vitamin C im Körper leistet
Für Vitamin C sind zahlreiche gesundheitsbezogene Angaben zugelassen, darunter:*
- Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
- Vitamin C trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
- Vitamin C trägt zur normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei.
- Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
- Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme.
- Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
Diese Angaben gelten für Lebensmittel, die mindestens 15 % des Referenzwerts liefern, also 12 mg Vitamin C je Tagesportion.
Worauf es beim Etikett ankommt
Drei Angaben genügen, um Vitamin-C-Präparate zu vergleichen:
- Form – Die Zutatenliste nennt die Verbindung, meist an erster Stelle: Ascorbinsäure oder ein Ascorbat.
- Menge – in Milligramm Vitamin C je Tagesportion und in Prozent des Referenzwerts.
- Begleitstoffe – Hülle, Füllstoffe, Aromen und Süßungsmittel stehen ebenfalls in der Zutatenliste.
Gepuffertes Vitamin C von BIOMPLEX
Die Vitamin C Kapseln gepuffert enthalten 500 mg Vitamin C aus Calcium-L-Ascorbat je Kapsel, das sind 625 % des Referenzwerts. Die Hülle besteht aus Hydroxypropylmethylcellulose, einem Abkömmling der Cellulose, und kommt ohne Gelatine aus. Akazienfaser und L-Leucin dienen der Abfüllung. Aroma, Süßungsmittel und Farbstoffe enthält die Rezeptur nicht. Die Kapseln sind vegan, eine Kapsel täglich mit Wasser, 240 Kapseln je Dose.
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Kurz zusammengefasst
Gepuffertes Vitamin C ist Vitamin C als Salz statt als Säure. Die Wirkform bleibt dieselbe, nur die Verbindung ändert sich und damit der pH-Wert. Wer Präparate vergleicht, schaut auf die Milligramm Vitamin C, die eingesetzte Verbindung und die Begleitstoffe. Damit ist jedes Etikett in wenigen Sekunden gelesen.
* Zugelassene Angaben gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.