Holunder: Sambucus nigra und die dunklen Beeren

Holunderbeerextrakt, 1,67 %: Was diese Zeile in der Zutatenliste bedeutet, woher die dunkle Farbe kommt und warum die Beeren nie roh gegessen werden.


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Dolde mit reifen, dunkelvioletten Holunderbeeren zwischen grünen Blättern im warmen Licht

In der Zutatenliste der Holunder Gummies steht ein Eintrag mit Prozentzahl: „Schwarzer Holunderbeerextrakt (1,67 %, Sambucus nigra)“. In der Tabelle darüber steht dieselbe Zutat mit 100 mg je zwei Gummies. Hier steht, was Holunder botanisch ist und wie die beiden Angaben zusammenpassen.

Welcher Holunder ist gemeint?

Gemeint ist der Schwarze Holunder, Sambucus nigra, ein Strauch oder kleiner Baum, der in Mitteleuropa fast überall wächst: an Waldrändern, Hecken und Hofmauern. Im Frühsommer trägt er flache, cremeweiße Blütendolden, ab August hängen daran schwere Trauben kleiner, fast schwarzer Beeren. Daneben gibt es den Roten Holunder und den krautigen Zwerg-Holunder, die beide nicht gemeint sind. Der botanische Name auf dem Etikett schafft hier Klarheit.

Woher hat der Holunder seinen Namen?

In Süddeutschland und Österreich heißt er Holler. Volkstümlich wird der Name oft mit Frau Holle in Verbindung gebracht, sprachlich ist seine Herkunft aber nicht sicher geklärt. Sicher ist, dass der Holunder seit Jahrhunderten zu Haus und Hof gehört. Aus den Blüten wird Sirup gekocht, aus den Beeren Saft, Gelee und Suppe.

Warum werden Holunderbeeren nicht roh gegessen?

Rohe Beeren, vor allem unreife, sowie Blätter und Stängel enthalten Sambunigrin, einen Stoff, aus dem sich Blausäure abspalten kann. Roh gegessen können sie deshalb Übelkeit auslösen. Beim Erhitzen wird Sambunigrin abgebaut, weshalb Holunderbeeren in der Küche immer gekocht werden. Auch für Saft und Extrakt werden die Beeren erhitzt.

Hängende Dolde fast schwarzer Holunderbeeren an roten Stielen

Woher kommt die dunkle Farbe?

Die tiefviolette, fast schwarze Farbe stammt von Anthocyanen, Farbstoffen, die auch Heidelbeeren und roten Trauben ihre Farbe geben. Im Holunder ist es vor allem eine Verbindung aus dem Farbstoff Cyanidin und dem Zucker Sambubiose, dessen Name auf Sambucus zurückgeht. Holundersaft färbt deshalb kräftig, und Flecken auf Stoff gehen schwer heraus. Mehr über Farben aus Pflanzen steht im Artikel Aromen und Farbstoffe.

Was bedeutet die Prozentzahl in der Zutatenliste?

Wird eine Zutat im Namen oder auf der Verpackung hervorgehoben, muss die Zutatenliste ihren Anteil am Produkt in Prozent angeben. Man nennt das Mengenkennzeichnung. Die Prozentzahl bezieht sich auf das ganze Produkt, also auf die Gummimasse. Die Tabelle nennt dagegen die Menge je Tagesportion. Für den Vergleich zweier Produkte ist die Angabe je Tagesportion die handlichere.

Wie steht Holunder auf dem Etikett?

  • Name mit Pflanzenteil – Holunderbeere, Holunderblüte oder Holunderbeersaft; der Teil bestimmt die Inhaltsstoffe.
  • Form – Saft, Konzentrat oder Extrakt.
  • Botanischer Name – Sambucus nigra für den Schwarzen Holunder.

Holunder bei BIOMPLEX

Die Holunder Gummies mit Vitamin C & Zink enthalten je zwei Gummies:

  • Schwarzer Holunderbeerextrakt – 100 mg
  • Vitamin C – 90 mg, 112 % des Referenzwerts
  • Zink – 7,5 mg, 75 %, als Zinkcitrat

Ohne Zuckerzusatz und mit Waldbeerengeschmack. Wie Vitamin C auf Etiketten steht, erklärt der Artikel Vitamine im Überblick.

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Kurz zusammengefasst

Schwarzer Holunder, Sambucus nigra, trägt dunkle Beeren, die ihre Farbe Anthocyanen verdanken und nur erhitzt verwendet werden. Auf dem Etikett steht er mit Pflanzenteil, Form und botanischem Namen. Die Prozentzahl in der Zutatenliste zeigt seinen Anteil am Produkt, die Tabelle die Menge je Tagesportion.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.