MSM: Was Methylsulfonylmethan chemisch ist

Vier Buchstaben, ein Schwefelatom, zwei Methylgruppen: was hinter MSM steckt, wie es mit DMSO zusammenhängt und wie es auf dem Etikett steht.


Aktualisiert am 2 Min. Lesezeit

Nadelförmige, klare Kristalle vor dunklem Grund

Auf dem MSM Pulver steht in der Zutatenliste nur ein einziger Stoff: „Methylsulfonylmethan (MSM)“. In der Tabelle stehen 4 g je Tagesportion, ohne Prozentwert. Hier steht, was Methylsulfonylmethan chemisch ist und woher es kommt.

Ein Schwefelatom in der Mitte

Das Molekül ist klein und symmetrisch. In der Mitte sitzt ein Schwefelatom. Daran hängen zwei Sauerstoffatome und zwei Methylgruppen, also je ein Kohlenstoffatom mit drei Wasserstoffatomen. Die Summenformel lautet C2H6O2S. Chemiker nennen den Stoff auch Dimethylsulfon.

Rund ein Drittel der Molekülmasse entfällt auf den Schwefel. Bei Raumtemperatur ist MSM ein weißes, kristallines Pulver ohne Geruch, das sich gut in Wasser löst und erst bei etwa 109 °C schmilzt.

Der Name, Stück für Stück

  • Methyl – eine CH3-Gruppe.
  • Sulfonyl – ein Schwefelatom mit zwei Sauerstoffatomen, die SO2-Gruppe.
  • Methan – die zweite Methylgruppe, gesehen als Grundkörper.

Zusammengelesen: eine Sulfonylgruppe zwischen zwei Methylgruppen.

Weiße Kristalle vor dunklem Grund

Von DMSO zu MSM

MSM ist der nächste Verwandte von Dimethylsulfoxid, kurz DMSO. Beide haben dasselbe Gerüst, DMSO trägt aber nur ein Sauerstoffatom am Schwefel. Wird DMSO oxidiert, bekommt der Schwefel ein zweites Sauerstoffatom, und aus DMSO wird MSM. So wird MSM auch industriell hergestellt: DMSO reagiert mit Wasserstoffperoxid, danach wird das Produkt durch Kristallisation oder Destillation gereinigt.

Spuren in der Natur

MSM kommt in der Natur in kleinen Mengen vor. Im Meer bilden Algen schwefelhaltige Verbindungen, aus denen über Zwischenstufen DMSO und MSM entstehen. In Spuren findet es sich auch in Pflanzen und in Lebensmitteln wie Milch, Tomaten oder Kaffee.

Was auf dem Etikett steht

  • Zutatenliste – Methylsulfonylmethan, oft mit der Abkürzung MSM in Klammern.
  • Nährwerttabelle – MSM in Gramm oder Milligramm je Tagesportion. Einen Referenzwert gibt es nicht.
  • Kombinationen – MSM steht oft zusammen mit Kollagen, Glucosamin und Chondroitin.

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Mehr zu den Partnern im Artikel Glucosamin und Chondroitin.

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Kurz zusammengefasst

MSM ist ein kleines, symmetrisches Molekül mit einem Schwefelatom zwischen zwei Methylgruppen, chemisch Dimethylsulfon. Es entsteht durch Oxidation von DMSO und kommt in Spuren auch in der Natur vor. Auf dem Etikett steht es mit vollem Namen und in Gramm oder Milligramm je Tagesportion.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.