Ginseng: Panax ginseng und der Name C.A. Meyer
Hinter Ginseng steht auf dem Etikett „C.A. Meyer“. Woher die Wurzel stammt, wer Meyer war und wie Ginseng in der Zutatenliste angegeben wird.
In den schattigen Bergwäldern im Nordosten Chinas und in Korea wächst eine unscheinbare Pflanze mit fünfteiligen Blättern und einem Büschel roter Beeren. Das Wertvolle an ihr liegt unter der Erde: eine fleischige, oft verzweigte Wurzel, die mit etwas Fantasie wie ein kleiner Mensch aussieht. Daher kommt ihr chinesischer Name rénshēn, Menschenwurzel, aus dem das Wort Ginseng wurde.
Eine Pflanze, die Geduld braucht
Wilder Ginseng ist heute sehr selten. Fast aller Ginseng stammt aus Anbau, oft auf Feldern unter Schattendächern aus Stroh oder Netzen, die den Waldboden nachahmen. Bis zur Ernte vergehen meist vier bis sechs Jahre. Botanisch gehört die Pflanze zu den Araliengewächsen, wie der Efeu. Typisch für ihre Wurzel sind die Ginsenoside, eine Gruppe von Saponinen, die bei Extrakten oft als Kennzahl angegeben werden.

Weiß oder rot
Frisch geerntet ist die Wurzel hell. Wird sie einfach getrocknet, heißt sie weißer Ginseng. Für roten Ginseng wird sie zuerst gedämpft und dann getrocknet; dabei färbt sie sich rötlich braun und wird hart und glasig. Vor allem in Korea hat diese Verarbeitung eine lange Tradition.
Wer war C.A. Meyer?
Auf vielen Etiketten steht hinter dem botanischen Namen ein Zusatz: Panax ginseng C.A. Meyer. Das ist keine Firma, sondern der Name des Botanikers, der die Art wissenschaftlich beschrieben hat. Carl Anton von Meyer, ein deutschstämmiger Botaniker in Russland, gab der Pflanze 1843 ihren gültigen Namen. In der Botanik ist es üblich, den Autor eines Artnamens dazuzuschreiben, damit klar ist, welche Pflanze gemeint ist.
Das ist bei Ginseng besonders nützlich, denn der Name wird auch für andere Pflanzen benutzt. Der Amerikanische Ginseng heißt Panax quinquefolius, und der sogenannte Sibirische Ginseng gehört nicht einmal zur selben Gattung. Mehr dazu im Artikel Taigawurzel.
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Die Ginseng Shots mit Ingwer & Koffein enthalten je Tagesdosis von 15 ml:
- Ginseng (Panax C.A. Meyer) – 1.250 mg
- Sibirischer Ginseng (Eleutherococcus senticosus) – 750 mg
- Ingwer-Extrakt – 600 mg
- Koffein – 100 mg, ein erhöhter Koffeingehalt
- dazu Vitamin C und Vitamin B12
Die Shots sind unter anderem nicht für Kinder, Schwangere und Stillende geeignet, ebenso nicht für Menschen mit Bluthochdruck. Auch in den Multivitamin Shots steht Ginseng in der Zutatenliste, als Koreanischer Ginsengwurzelextrakt. Was es mit dem dritten Pflanzenstoff auf sich hat, erklärt der Artikel Ingwer, alles zum Koffein der Artikel Koffein.
Kurz zusammengefasst
Ginseng ist die Wurzel von Panax ginseng, einem Araliengewächs aus Nordostasien, das heute fast nur aus Anbau stammt. Der Zusatz C.A. Meyer nennt den Botaniker, der die Art 1843 beschrieben hat, und macht klar, welcher Ginseng gemeint ist.
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.