Kalium: Aus der Pflanzenasche ins Elektrolytpulver

Vom arabischen Wort für Pflanzenasche über Humphry Davys Batterie bis zum Elektrolytpulver: die Geschichte von Kalium und was auf dem Etikett steht.


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Graue Asche mit glimmender Glut in Nahaufnahme

Kalium gehört zu den Mineralstoffen, die der Körper in großen Mengen braucht, der Referenzwert liegt bei 2.000 mg am Tag. Auf Etiketten taucht das Wort trotzdem oft in Zusammenhängen auf, die mit dem Nährstoff nichts zu tun haben. Ein Blick in die Geschichte erklärt, warum.

Mittelalter: Asche im Topf

Seit Jahrhunderten kochten Menschen Holz- und Pflanzenasche mit Wasser aus und dampften die Lauge in Töpfen ein. Zurück blieb ein weißes Salz, die Pottasche, gebraucht für Seife und Glas. Das arabische Wort für Pflanzenasche, al-qalī, steckt bis heute in den Wörtern Alkali und Kalium.

1807: Strom statt Feuer

Der englische Chemiker Humphry Davy leitete den Strom einer großen Batterie durch geschmolzenes Kaliumhydroxid. An einem Pol bildeten sich kleine, silbrig glänzende Kügelchen, die auf Wasser zischend tanzten und in Flammen aufgingen. Davy hatte zum ersten Mal ein Alkalimetall isoliert. Er nannte es nach der Pottasche Potassium, so heißt es im Englischen bis heute. Im Deutschen setzte sich Kalium durch, und daher stammt auch das chemische Zeichen K.

Heute: Kalium auf dem Etikett

Als Nährstoff steht Kalium immer als Salz in der Zutatenliste:

Andere Kaliumverbindungen liefern zwar Kalium, sind aber aus einem anderen Grund zugesetzt: Kaliumsorbat ist ein Konservierungsstoff, Kaliumiodid und Kaliumiodat sind die Träger für Jod. Ihre Mengen sind winzig, in der Nährwerttabelle erscheint das Kalium daraus nicht. Mehr dazu in den Artikeln Konservierungsstoffe und Jod.

Wie viel steckt wo?

Je Tagesportion:

Für Kalium sind diese Angaben zugelassen:*

  • Kalium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
  • Kalium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei.
  • Kalium trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei.

Wie Kalium mit Natrium, Magnesium und Chlorid zusammenspielt, erklärt der Artikel Elektrolyte und Salze.

* Zugelassene Angaben gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.