Rezept: Paprikasalat mit Orange und Petersilie

Roher Paprikasalat mit Orange, Petersilie und roter Zwiebel. Dazu die Geschichte, wie ungarische Paprika 1932 bei der Erforschung des Vitamin C half.


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Rote, gelbe und orange Paprikaschoten vor weißem Hintergrund

Dieser Salat ist in einer Viertelstunde fertig und kommt ohne Herd aus. Das hat einen Grund: Vitamin C ist wasserlöslich und hitzeempfindlich, beim Kochen geht ein Teil verloren. Roh bleibt am meisten erhalten. Die Geschichte dahinter führt nach Ungarn.

Zutaten für zwei Portionen

  • 2 rote und 1 gelbe Paprikaschote
  • 1 Orange
  • ½ rote Zwiebel
  • ½ Bund glatte Petersilie
  • 2 EL Olivenöl, 1 EL Weißweinessig, Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Paprika entkernen und in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden.
  2. Die Orange so schälen, dass auch die weiße Haut entfernt ist, und die Filets herausschneiden. Den Saft dabei auffangen.
  3. Orangensaft, Essig und Olivenöl verrühren, salzen und pfeffern.
  4. Paprika, Zwiebel und Orangenfilets mit dem Dressing mischen, die Petersilie grob hacken und unterheben. 10 Minuten ziehen lassen.

1747: Zitronen auf See

Der schottische Schiffsarzt James Lind verglich 1747 an Bord der HMS Salisbury verschiedene Mittel bei Seeleuten mit Skorbut. Die beiden Männer, die Orangen und Zitronen bekamen, erholten sich am schnellsten. Was in den Früchten steckte, wusste damals niemand. Es dauerte fast zwei Jahrhunderte, bis der Stoff gefunden war.

1932: Paprika aus Szeged

Der ungarische Biochemiker Albert Szent-Györgyi hatte eine Substanz aus Nebennieren gewonnen, aber nur in winzigen Mengen, und Versuche mit anderem Obst und Gemüse brachten wenig. Im Herbst 1932 probierte er in Szeged, dem Zentrum des ungarischen Paprikaanbaus, die Schoten aus der Gegend aus und fand darin große Mengen davon. Innerhalb einer Woche gewann sein Labor mehr als ein Kilogramm des reinen, kristallinen Stoffs. Damit ließ er sich endlich genauer untersuchen. Er erhielt den Namen Ascorbinsäure, Szent-Györgyi 1937 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.

Heute: Rot vor Grün

Rote Paprika gehören bis heute zu den Gemüsen mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C, deutlich vor vielen Zitrusfrüchten. Grüne Paprika sind unreif geerntete Schoten und enthalten weniger. Petersilie und Orange ergänzen den Salat. Welche Formen von Vitamin C auf Etiketten stehen, etwa Ascorbinsäure oder Calciumascorbat, erklärt der Artikel Gepuffertes Vitamin C.

Welche Lebensmittel noch viel Vitamin C enthalten, zeigt die Tabelle im Artikel Vitamin C in Lebensmitteln.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.