Bakterienkulturen: KBE und lateinische Namen erklärt

10 Mrd. KBE und vier lateinische Namen: Was koloniebildende Einheiten sind, wie Bakteriennamen aufgebaut sind und warum sich manche geändert haben.


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Drei Gläser mit eingelegten Gurken, Roter Bete und Kohl auf einem Holztisch

In der Tabelle der Bakterienkulturen Shots steht eine Zahl ohne Milligramm: 10 Mrd. KBE. In der Zutatenliste folgen gleich nach dem Wasser vier lateinische Namen. Hier steht, was die Abkürzung bedeutet und wie Du die Namen liest.

Was sind Bakterienkulturen?

Eine Bakterienkultur ist eine gezielt vermehrte Menge einer bestimmten Bakterienart. Die Arten in den Shots gehören zu zwei bekannten Gruppen: den Laktobazillen und den Bifidobakterien. Laktobazillen bilden aus Zucker Milchsäure; sie machen aus Milch Joghurt und aus Kohl Sauerkraut. Bifidobakterien wurden 1899 von dem französischen Kinderarzt Henry Tissier entdeckt. Ihr Name kommt vom lateinischen bifidus, zweigeteilt, weil sich ihre Zellen oft Y-förmig gabeln.

Petrischale mit vielen kleinen, hellen Bakterienkolonien auf dunklem Grund

Was bedeutet KBE?

KBE steht für koloniebildende Einheiten. Bakterien lassen sich nicht wiegen wie ein Mineralstoff, man zählt sie. Dafür wird eine verdünnte Probe auf einen Nährboden gegeben. Jede lebende, vermehrungsfähige Zelle wächst dort zu einer mit bloßem Auge erkennbaren Kolonie heran, und die Kolonien werden gezählt. 10 Mrd. KBE heißt also: zehn Milliarden vermehrungsfähige Einheiten je Tagesportion, gezählt nach diesem Verfahren.

Wie liest man die Namen?

Jeder Name besteht aus zwei Teilen: zuerst die Gattung, groß geschrieben, dann die Art, klein geschrieben. Lactobacillus acidophilus heißt wörtlich „säureliebendes Milchstäbchen“. Auf dem Etikett der Shots stehen:

  • Bifidobacterium lactis – heute meist als Unterart von Bifidobacterium animalis geführt
  • Lactobacillus acidophilus
  • Lactobacillus plantarum
  • Lactobacillus salivarius

Warum heißen manche Laktobazillen heute anders?

Die Gattung Lactobacillus war über Jahrzehnte zu einem Sammelbecken sehr unterschiedlicher Arten geworden. Im Jahr 2020 wurde sie anhand von Erbgutvergleichen in 25 Gattungen aufgeteilt. Lactobacillus acidophilus behielt seinen Namen. Lactobacillus plantarum heißt seitdem Lactiplantibacillus plantarum, Lactobacillus salivarius heißt Ligilactobacillus salivarius. Auf vielen Etiketten stehen noch die alten Namen; gemeint sind dieselben Arten.

Was heißt „mikroverkapselt“?

Auf dem Etikett steht außerdem das Wort mikroverkapselt. Damit ist gemeint, dass die Bakterien in winzige Hüllen eingeschlossen sind, die sie in der Flüssigkeit schützen sollen.

Bakterienkulturen bei BIOMPLEX

Die Bakterienkulturen Shots enthalten je Tagesportion von 15 ml:

  • Bakterienkulturen – 10 Mrd. KBE aus den vier genannten Arten
  • L-Glutamin – 50 mg
  • Vitamin C – 80 mg, 100 % des Referenzwerts

Sie schmecken nach Zitrone, sind mit Sucralose und Acesulfam K gesüßt und mit Curcumin gefärbt. Mehr dazu in den Artikeln Süßungsmittel und Zutaten in Shots; was L-Glutamin ist, erklärt der Artikel Aminosäuren.

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Kurz zusammengefasst

Bakterienkulturen werden nicht gewogen, sondern gezählt, in koloniebildenden Einheiten. Ihre Namen nennen Gattung und Art; bei den Laktobazillen haben sich einige Gattungsnamen 2020 geändert, gemeint sind dieselben Arten.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.