Mönchspfeffer: Vitex agnus-castus vom Flussufer

An den Flussufern des Mittelmeers blüht im Sommer ein Strauch mit violetten Ähren. Was Mönchspfeffer botanisch ist und was „davon Vitexin“ bedeutet.


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Blühender Mönchspfeffer-Strauch mit violetten Blütenähren

An den Ufern von Flüssen und Bächen rund ums Mittelmeer wächst ein Strauch, der im Hochsommer lange, violette Blütenähren trägt. Seine Blätter sind gefingert wie kleine Hände, und im Herbst reifen dunkle, runde Früchte, kaum größer als ein Pfefferkorn. Es ist der Mönchspfeffer, botanisch Vitex agnus-castus.

Ein Strauch am Wasser

Der Mönchspfeffer wird zwei bis vier Meter hoch und liebt Wärme und feuchten Boden. Wild wächst er von Südeuropa bis nach Zentralasien, oft in Flusstälern und an Küsten. Botanisch gehört er heute zu den Lippenblütlern, wie Salbei und Lavendel. In Mitteleuropa wird er als Zierstrauch gepflanzt, weil er spät im Jahr blüht, wenn viele andere Sträucher schon verblüht sind.

Früchte wie Pfefferkörner

Den zweiten Teil seines deutschen Namens verdankt der Strauch den Früchten. Sie sind klein, rund, dunkel und schmecken scharf und würzig, ganz ähnlich wie Pfeffer. Mit dem echten Pfeffer ist er aber nicht verwandt; der stammt von einer Kletterpflanze aus Indien, beschrieben im Artikel Schwarzer Pfeffer und Piperin. Schon Ärzte der Antike beschrieben die Pflanze, und in den Kräuterbüchern des Mittelalters taucht sie unter verschiedenen Namen auf. Verwendet werden bis heute die getrockneten, reifen Früchte.

Violette Blütenähre des Mönchspfeffers zwischen gefingerten Blättern im Sonnenlicht

Was ist Vitexin?

Vitexin ist ein Flavonoid, ein gelber Pflanzenfarbstoff, an den ein Zucker fest gebunden ist. Benannt ist er nach der Gattung Vitex, in der man ihn fand. Er kommt auch in anderen Pflanzen vor, etwa in Passionsblumen und Weißdorn. In Mönchspfeffer-Extrakten dient er als Leitstoff: eine Substanz, deren Gehalt bestimmt und angegeben wird, um den Extrakt zu kennzeichnen.

Extrakt und Leitstoff auf dem Etikett

Auf dem Etikett stehen zwei Zahlen. 20 mg Mönchspfeffer-Extrakt je Tagesdosis, darunter: davon Vitexin 100 µg. Der Leitstoff macht also ein halbes Prozent des Extrakts aus. In der Zutatenliste erscheint der Extrakt als „Mönchspfefferfrucht Trockenextrakt (Vitex agnus-castus L.)“ mit dem Anteil 2,7 %. Wie Leitstoffe und Extrakte allgemein zu lesen sind, erklärt der Artikel Pflanzenextrakte lesen.

Vor dem Extrakt stehen in der Liste Maisstärke, die Kapselhülle und L-Leucin. Sie füllen die Kapsel und sorgen dafür, dass sich das Pulver gleichmäßig abfüllen lässt; mehr dazu im Artikel Füllstoffe und Trennmittel.

Mönchspfeffer bei BIOMPLEX

Die Mönchspfeffer Kapseln enthalten je Tagesdosis von zwei Kapseln 20 mg Mönchspfeffer-Extrakt, davon 100 µg Vitexin. Die Kapselhülle besteht aus Hydroxypropylmethylcellulose. Sie sind für Schwangere und stillende Mütter nicht geeignet.

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Kurz zusammengefasst

Mönchspfeffer ist ein Strauch aus dem Mittelmeerraum, dessen kleine, scharfe Früchte an Pfeffer erinnern. Für Nahrungsergänzungsmittel wird ein Extrakt aus den Früchten verwendet. Das Etikett nennt die Extraktmenge und den Gehalt an Vitexin, einem Flavonoid, das als Leitstoff dient.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.