Shilajit und Fulvinsäure: Was hinter den Prozenten steckt

„Asphaltum punjabianum“, 20 % Fulvinsäure, 5 % Fulvinsäure: Was Shilajit ist, woher es kommt und wie Du die Zahlen auf dem Etikett vergleichst.


Aktualisiert am 3 Min. Lesezeit

Zerklüftete Felswände mit grünem Wald unter blauem Himmel

Auf den Shilajit Kapseln steht in der Zutatenliste ein ungewöhnlicher Name in Klammern: „Asphaltum punjabianum“. Darunter in der Tabelle: 600 mg Extrakt, davon 120 mg Fulvinsäure. Auf dem Pulver steht „5 % Fulvinsäure“, auf den Kapseln „20 %“. Hier steht, was Shilajit ist und wie Du diese Zahlen liest.

Ein Harz aus dem Gebirge

Shilajit ist eine dunkelbraune bis schwarze, zähe Masse, die in Hochgebirgen wie dem Himalaya aus Felsspalten austritt. Sie entsteht über sehr lange Zeiträume aus zersetzten Pflanzenresten, die zwischen den Gesteinsschichten eingeschlossen wurden. Der Name stammt aus dem Sanskrit, in der ayurvedischen Lehre Indiens ist Shilajit seit Langem bekannt.

Was „Asphaltum punjabianum“ bedeutet

Für Shilajit gibt es keinen botanischen Namen, denn es ist keine Pflanze. Die lateinische Bezeichnung auf dem Etikett beschreibt das Aussehen und die Herkunft: Asphaltum steht für die teerartige, dunkle Masse, punjabianum für den Punjab, eine Region im Nordwesten des indischen Subkontinents. Mit Straßenasphalt hat der Stoff nichts zu tun.

Moorlandschaft mit trockenen Gräsern und stillem Wasser

Huminstoffe und Fulvinsäure

Wenn Pflanzenreste im Boden oder im Moor langsam abgebaut werden, entstehen Huminstoffe. Sie sind kein einzelnes Molekül, sondern ein Gemisch vieler großer, verzweigter Verbindungen. Chemiker teilen sie nach ihrer Löslichkeit ein:

  • Huminsäuren – größere Moleküle, die in saurer Lösung ausfallen.
  • Fulvinsäuren – kleinere Moleküle, die bei jedem pH-Wert gelöst bleiben. Der Name kommt vom lateinischen fulvus, gelbbraun, nach der Farbe ihrer Lösung.

Auf den Shilajit Gummies steht es genau so: „enthält den Huminstoff Fulvinsäure 140 mg“.

Vom Rohharz zum Extrakt

Rohes Shilajit enthält Gestein, Sand und andere Verunreinigungen. Es wird in Wasser gelöst, gefiltert und wieder getrocknet. Beim Pulver steht deshalb „Gereinigtes Shilajit Pulver“ in der Zutatenliste. Ein Extrakt ist stärker aufkonzentriert und auf einen bestimmten Gehalt an Fulvinsäure eingestellt. Wie solche Einstellungen bei Pflanzenstoffen funktionieren, erklärt der Artikel Pflanzenextrakte lesen.

Die Prozentzahl richtig lesen

Die Prozentangabe bezieht sich auf das Shilajit selbst, nicht auf die ganze Kapsel oder das ganze Gummi. Vergleichbar wird es erst mit der Menge je Tagesportion:

  • Kapseln – 600 mg Extrakt × 20 % = 120 mg Fulvinsäure
  • Gummies – 700 mg Extrakt, davon 140 mg Fulvinsäure, ebenfalls 20 %
  • Pulver – 1.000 mg Pulver × 5 % = 50 mg Fulvinsäure

Die Zahl in der Zutatenliste ist eine dritte Größe: Sie gibt an, wie viel vom Gewicht der Kapsel oder des Gummis der Extrakt ausmacht, bei den Kapseln 62,5 %, bei den Gummies 23 %.

Hinweise auf dem Etikett

Für Shilajit gibt es keinen Referenzwert. Die Kapseln tragen den Hinweis, dass sie für Schwangere und stillende Mütter nicht geeignet sind, die Gummies zusätzlich für Kinder und Jugendliche.

Woran Du Shilajit erkennst

  • Name – Shilajit, manchmal mit „Asphaltum punjabianum“.
  • Form – gereinigtes Pulver oder Extrakt.
  • Gehalt – Fulvinsäure in Prozent und in Milligramm je Tagesportion.

Shilajit bei BIOMPLEX

  • Shilajit Kapseln – 600 mg Extrakt mit 120 mg Fulvinsäure in 2 Kapseln, Hülle aus Hydroxypropylmethylcellulose
  • Shilajit Gummies 700 mg – 700 mg Extrakt mit 140 mg Fulvinsäure in 2 Gummies, dazu Vitamin C, B6 und B12
  • Shilajit Pulver – 1 g gereinigtes Pulver mit 50 mg Fulvinsäure

Was sonst in den Kapseln steht, zeigen die Artikel Kapselhüllen und Füllstoffe und Trennmittel.

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Kurz zusammengefasst

Shilajit ist ein Harz aus dem Gebirge, entstanden aus Pflanzenresten, und enthält Huminstoffe wie Fulvinsäure. Die Prozentzahl auf dem Etikett beschreibt den Gehalt des Shilajits. Erst die Milligramm Fulvinsäure je Tagesportion machen Kapseln, Gummies und Pulver vergleichbar.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.