Zitronenmelisse: Das Bienenkraut aus dem Klostergarten

Imker rieben früher Bienenstöcke mit Melisse ein. Woher die Zitronenmelisse stammt, was nach Zitrone duftet und was „entspricht 248 mg Blätter“ heißt.


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Dichter Bestand frischer Zitronenmelisse mit hellgrünen, gekerbten Blättern

Wer im Sommer über ein Beet mit Zitronenmelisse streicht, hat sofort einen frischen, zitronigen Duft an den Fingern. Um die kleinen weißen Blüten summen dann meist Bienen. Imker rieben früher leere Bienenstöcke mit Melissenblättern ein, damit ein Schwarm dort einzog. Hier steht, was Zitronenmelisse botanisch ist und wie sie auf dem Etikett erscheint.

Melissa, die Biene

Botanisch heißt die Pflanze Melissa officinalis. Der Gattungsname ist das griechische Wort für Honigbiene, und im Volksmund hieß sie lange Bienenkraut. Der Beiname officinalis zeigt, dass sie einst in den Apotheken, den Offizinen, vorrätig war. Sie gehört zu den Lippenblütlern, wie Minze, Salbei und Thymian, und hat wie diese einen vierkantigen Stängel.

Ursprünglich wuchs die Melisse im östlichen Mittelmeerraum und in Westasien. Mönche brachten sie über die Alpen und pflanzten sie in ihre Klostergärten. Heute wächst sie in vielen Gärten Mitteleuropas fast von selbst und verwildert gern.

Ein Destillat aus Paris

Im 17. Jahrhundert destillierten Karmelitermönche in Paris aus Melisse und anderen Kräutern einen alkoholischen Auszug. Er wurde unter dem Namen Karmelitergeist bekannt und über die Klostermauern hinaus gehandelt. Die Melisse blieb seither eine der vertrauten Pflanzen der europäischen Kräuterkunde, als Tee, als Küchenkraut und als Zutat.

Zitronenmelisse im Beet, Blätter mit gezähntem Rand im Tageslicht

Zitrone ohne Zitrone

Mit der Zitrone ist die Melisse nicht verwandt. Ihr Duft stammt aus dem ätherischen Öl in kleinen Drüsen auf den Blättern. Es enthält unter anderem Citral, eine Mischung aus Geranial und Neral, und Citronellal. Dieselben Stoffe prägen auch den Duft von Zitronenschale und Zitronengras. Daneben enthalten die Blätter Rosmarinsäure, einen Stoff, der nach dem Rosmarin benannt ist, in dem man ihn zuerst fand.

Das ätherische Öl ist flüchtig. Getrocknete Blätter verlieren deshalb mit der Zeit an Duft, besonders wenn sie warm und hell lagern.

Was „entspricht 248 mg Blätter“ bedeutet

In den Ashwagandha Gummies steckt Melisse nicht als Blatt, sondern als Extrakt. Die Tabelle nennt zwei Zahlen: 62 mg Zitronenmelissenblätter-Extrakt, entsprechend 248 mg Blättern. Die zweite Zahl zeigt, wie viel getrocknetes Blatt für den Extrakt eingesetzt wurde. Das Verhältnis von 248 zu 62 ist vier zu eins. Wie solche Angaben allgemein zu lesen sind, erklärt der Artikel Pflanzenextrakte lesen.

Melisse bei BIOMPLEX

Die Ashwagandha Gummies mit Melisse enthalten je zwei Gummies:

  • Zitronenmelissenblätter-Extrakt – 62 mg, entspricht 248 mg Blättern
  • Kamillenblüten-Extrakt – 33 mg, entspricht 132 mg Blüten
  • Ashwagandha-Wurzelextrakt – 30 mg, entspricht 300 mg Wurzel
  • Lavendelblüten-Extrakt – 4 mg, entspricht 16 mg Blüten
  • dazu Vitamin B6 – 2,8 mg, 200 % des Referenzwerts

In der Zutatenliste steht die Melisse als „Zitronenmelissenextrakt (Melissa officinalis)“. Die Begleiter beschreiben die Artikel Kamille, Lavendel und Ashwagandha.

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Kurz zusammengefasst

Die Zitronenmelisse ist ein Lippenblütler aus dem östlichen Mittelmeerraum, benannt nach der Biene. Ihren Zitronenduft verdankt sie Citral und Citronellal. Auf dem Etikett steht sie meist als Extrakt, mit dem Hinweis, wie viel Blatt dafür eingesetzt wurde.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.